26. Oct 2017

Geschlossene Fonds: Canada-Gold-Trust-Fonds: Was Anleger tun können

Das ursprüngliche Konzept der Canada-Gold-Trust-Fonds beinhaltete, dass die Fondsgesellschaften auf dem deutschen Markt Millionen von Anlegergeldern einsammeln, um sodann das eingeworbene Geld der Anleger darlehensweise an kanadische Goldsuchgesellschaften zu verleihen. Diese kanadischen Gesellschaften wiederum sollten das geliehene Geld in drei bis vier Jahren mit hohen Zinsen wieder an die Fondsgesellschaften und damit an die Anleger zurückzahlen. Das Konzept scheiterte jedoch, weil die auszubeutenden Suchgebiete in Kanada nicht genügend Gold aufwiesen und zudem das Geld der Anleger zu einem großen Teil gar nicht in Kanada ankam.

Mittlerweile wurden bereits mehrfach Schadensersatzprozesse von den betroffenen Fonds-anlegern geführt, welche u. a. auch aufgezeigt haben, weshalb das verliehene Geld nicht vollständig bei den kanadischen Gesellschaften angekommen ist. Es kam hier offensichtlich dazu, dass sogar mehrere deutsche Vertriebe doppelt Provision kassierten, indem diese nicht nur Rechnungen an die deutsche Vertriebstochter der Canada Gold Trust Fonds gestellt haben, sondern auch bei den kanadischen Zielgesellschaften abrechneten. Infolgedessen soll also das Geld der Fonds - Anleger nur zu einem kleinen Teil bei der kanadischen Firma Henning Gold Mines Inc. angekommen sein. Die geschlossenen Fonds, die von einer Konstanzer Firma initiiert wurden, sind somit möglicherweise auch und gerade deshalb in eine finanzielle Schieflage geraten. Im schlimmsten Fall kann sogar ein Totalverlust des jeweils investierten Anlagevermögens für die etwa 3.500 Anleger des geschlossenen Fonds drohen. Erschwerend hinzu kam hier noch, dass den Verantwortlichen der Canada Gold Trust Gruppe nach den bisherigen Erkenntnissen schon frühzeitig bekannt gewesen sein muss, dass die von ihnen ins Auge gefasste Gegend nicht die Ertragserwartungen rechtfertigte, die zu einem wirtschaftlichen Betrieb einer Mine erforderlich sind.

Dennoch wurden insbesondere beim geschlossenen Fonds Canada Gold Trust 2 die Ertragserwartungen in den dazugehörigen Emissionsprospekten als besonders gut dargestellt. Dieser Umstand führte dazu, dass das Landgericht Konstanz hier auch eine Prospekthaftung der Prospektverantwortlichen des geschlossenen Fonds angenommen und diese deshalb zum Schadensersatz verurteilt hat. Für die festgestellten Fehler des Fonds - Prospekts haftet nach Auffassung des Landgerichts auch die hierfür verantwortliche Treuhandgesellschaft, die Xolaris Service GmbH. Konkret hat das Landgericht Konstanz in dieser Sache am 17.02.2017 zwei Urteile gegen die Xolaris Service GmbH mit Sitz in Konstanz, die Fonds - Treuhandgesellschaft der Canada Gold Trust 2 KG und die Fondsverantwortlichen verkündet. Darüber hinaus wurde auch ein Kapitalanlageberater wegen Täuschung der Fonds - Anleger verurteilt. Vor diesem Hintergrund sollten alle Betroffen ihre Aussicht auf eine erfolgreiche Durchsetzung von Schadensersatzansprüchen gegen Prospektverantwortliche und Anlageberater des Fonds schnellstmöglich von einem spezialisierten Rechtsanwalt prüfen lassen. 

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