12. Mar 2017

Swap: DB Balanced Currency Harvest Index Swap (sog. Harvest Swap)

Seit 2008 empfahlen Mitarbeiter der Deutsche Bank verstärkt den Abschluss des sog. Harvest Swaps. Für immer mehr Bankkunden entwickeln sich die zunächst so hoch gepriesenen Derivatgeschäfte inzwischen jedoch zum finanziellen Fiasko. Gleichzeitig stärkt die Rechtsprechung in Zusammenhang mit Swapgeschäften insgesamt und speziell dem Harvest Swap die Rechte der geschädigten Anleger gegenüber Banken.

Was den meisten Kunden nicht klar war und auch nicht erörtert wurde ist, dass

  • bei dem sog. Harvest Swap die Anleger auf die Entwicklung des Harvest Indexes   wetten und zwar gegen die Deutsche Bank selbst, obwohl der Harvest Index eine Eigenkreation der Deutschen Bank ist;
  • die Deutsche Bank die Zusammensetzung und die Entwicklung des Indexes bestimmt, sodass die Wettpartner längst nicht unter gleichen Voraussetzungen agieren;
  • dem sog. Harvest Swap bereits zum Zeitpunkt der Zeichnung ein negativer Marktwert von der Bank einkalkuliert war, so dass bereits von Anfang an, ein positiver Verlauf für den Kunden unwahrscheinlich war. 

Inzwischen haben sich die schon in der Struktur des Harvest Swaps angelegten Nachteile realisiert. Viele Anleger haben erhebliche Verluste zu verbuchen.

Was können Sie tun?

Allen Bankkunden, die einen Harvest Swap gezeichnet haben, kann nur geraten werden, sich an einen auf Bank- und Kapitalmarktrecht spezialisierten Anwalt zu wenden, um eine Einzelfallprüfung durchführen zu lassen.

Sollten Sie bei der Beratung im Vorfeld der Zeichnung des Swap Vertrags nicht vollumfänglich über die Risiken des hoch riskanten Geschäfts informiert worden sein, steht Ihnen ein Schadensersatzanspruch wegen Falschberatung zu.

Zudem muss, seit der kürzlich ergangenen Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs (BGH, Urteil vom 22.03.2011, Az. XI ZR 33/10), das beratende Finanzinstitut ausdrücklich über den sog. „negativen Marktwert“ des Swap Vertrags informieren. Wenn Sie also nicht darauf aufmerksam gemacht worden sein sollten, dass dem Harvest Swap bereits zum Zeitpunkt der Unterzeichnung ein negativer Marktwert zugrunde lag, stehen die Chancen auf die Durchsetzung Ihres Schadensersatzanspruchs sehr gut.

Unsere Rechtsansicht basiert auf der im Zusammenhang mit dem Harvest-Swap ergangenen Rechtsprechung; hier eine Übersicht:

  • 21.02.2011, Landgericht Bielefeld (Az. 6 C 249/10) – bereits hier sah das Gericht ein Verletzung der Beratungspflicht seitens der Bank. Ein Urteil verhinderte die Bank allerdings, indem ein gerichtlicher Vergleich geschlossen wurde. 
  • 22.03.2011, BGH (Az. XI ZR 33/10) – Grundsatzentscheidung mit der Feststellung, dass eine Bank grundsätzlich zur Aufklärung über den anfänglichen negativen Marktwert verpflichtet ist.
  • 13.09.2011, Landgericht Berlin (Az. 10 O 122/11) – die Deutsche Bank wird im Zusammenhang mit einem Harvest Swaps zu Schadensersatzzahlung verurteilt;
  • 13.03.2012, Landgerichts Magdeburg (Az. 9 O 897/11) - die Deutsche Bank wird im Zusammenhang mit einem Harvest Swaps zu Schadensersatzzahlung verurteilt;
  • 28.03.2012, Landgerichts Münster (Az. 114 O 15/11) - die Deutsche Bank wird im Zusammenhang mit einem Harvest Swaps zu Schadensersatzzahlung verurteilt;
  • 13.05.2012, Landgericht Köln (Az. 30 O 443/10) - die Deutsche Bank wird im Zusammenhang mit einem Harvest Swaps zu Schadensersatzzahlung verurteilt.

Gerne erörtern wir mit Ihnen diverse Aspekte der Angelegenheit sowie Ihre konkreten Möglichkeiten. 

Als Ansprechpartner steht Ihnen unser Team gerne zur Verfügung:

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Telefonischer Kontakt:

0711 / 9580 1250 

     

    Lesen Sie hier mehr zur BGH Entscheidung vom 07.02.2017. 

    Lesen Sie hier mehr zur aktuellen BGH Swap Entscheidung.

    Lesen Sie hier mehr zur Entscheidung des LG Leipzig zu Swapschäden.

    Lesen Sie hier zu der Entscheidung des OLG Dresden zu Swapschäden. 

     

     

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