10. Apr 2018

Geschlossene Fonds: CH2 Portfolia Ship No. 2 UG - Liquidation der Fondsgesellschaft

In Sachen CH2 Portfolia ebbt der Informationsbedarf nicht ab. Mit Schreiben vom 07.03.2018 informierte die Fondsgeschäftsführung über den aktuellen wirtschaftlichen Verlauf Ihrer Beteiligung.

Schon der Überblick über die wichtigsten Punkte verhieß nichts Gutes. So heißt es darin, dass die Anzahl der werthaltiger Assets weiter stark reduziert sei; die Zielfondsinsolvenzen die Zahlungsfähigkeit der Fondsgesellschaft gefährden könnten; Schließlich wird mitgeteilt, dass die

„Liquidation der Fondsgesellschaft….wirtschaftlich die sinnvollste Lösung“ sei.

Insoweit müssen sich die Anleger des CH2 Portfolia vor Augen führen, dass eine Fondsliquidation nichts anderes als Schließung bzw. Auflösung eines Fonds bedeutet. Spiegel Online bezeichnete die Fondsauflösung als „plötzlicher Fonds-Tod“. Zwar ist dies in dem Schreiben der Fondsgesellschaft nicht ausdrücklich erwähnt, eine Fondsliquidation wird jedoch in den meisten Fällen durchgeführt, um eine drohende Insolvenz zu vermeiden.

1. Bewertung

Ob eine Liquidation der Fondsgesellschaft für die Anleger günstiger ist als eine mögliche Insolvenz, kann auf der Basis der seitens der Fondsgeschäftsführung mitgeteilten Informationen, nicht hinreichend bewertet werden. Generell ist zu bedenken, dass bei einem Insolvenzverfahren seitens des Insolvenzgerichts ein Insolvenzverwalter bestellt und von diesem auch beaufsichtigt wird. Zudem hat ein Insolvenzverwalter die Möglichkeit, bisherige Zahlungen anzufechten. Dies würde zur Folge haben, dass sämtliche ausgezahlten Ausschüttungen zurück verlangt werden. Auch kann eine Fondsgesellschaft ab Insolvenzeröffnung nicht mehr über das Fondsvermögen verfügen. Bei einer Liquidation dagegen erfolgt die Abwicklung der Fondsgesellschaft durch den Liquidator, der erfahrungsgemäß nicht selten dem Umfeld des Fonds entstammt.

2. Weiteres Vorgehen

Anleger sollten alle Möglichkeiten ausschöpfen, um den Verlust durch die Beteiligung an der CH2 Portfolia zu minimieren. Es kommen verschiedene Ansprüche in Betracht:

Anleger, die über die Risiken der Fondsbeteiligung nicht hinreichend aufgeklärt worden waren, sollten ihre Schadensersatzansprüche gegenüber dem Berater/Vermittler nicht aus dem Fokus verlieren. Denn ein Schadensersatzanspruch umfasst auch die Freistellung von Rückzahlungen erhaltener Ausschüttungen. Daneben kann u.a. der Ersatz der bereits gezahlten Einlagen verlangt werden. Es wird daher im Einzelfall zu klären sein, ob eine mit der BGH-Rechtsprechung konforme Risikoaufklärung erfolgt ist. 

Daneben kommen die Schadensersatzansprüche gegen Prospektverantwortliche in Betracht. 

Daher empfehlen wir den betroffenen Anlegern des Fonds CH2 Portfolia, Ihre Ansprüche von uns prüfen und durchsetzen zu lassen. Gerne unterstützt Sie die Kanzlei HOS Rechtsanwälte bei den gebotenen rechtlichen Schritten. Der Erstkontakt ist kostenfrei und unverbindlich. 

Telefonischer Kontakt:

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