24. Aug 2015

Geschlossene Fonds - vorzeitiger Ausstieg möglich

Immer mehr geschlossene Fonds geraten in Schieflage. Hier sehen sich Anleger mit dem Risiko des Totalverlustes ihrer geleisteten Einlage sowie dem Risiko der Kommanditistennachhaftung nach dem Handelsgesetzbuch (HGB) konfrontiert.

Insoweit stellt sich für Sie, als betroffenen Anleger, die wichtige Frage:

Bestehen Möglichkeiten aus dem verlustreichen Fonds vorzeitig auszusteigen?

Im Folgenden möchten wir Sie in der gebotenen Kürze darüber informieren, welche Ausstiegsmöglichkeiten für geschädigte Fondsanleger bestehen und welche Ansatzpunkte hierzu verfolgt werden können.

 

  • Verkauf des Fondsanteils

Grundsätzlich ist es möglich, die Fondsbeteiligung zu verkaufen. Problematisch ist dabei, dass es für geschlossene Fondsbeteiligungen kaum einen geregelten Markt gibt. Ein Verkauf ist über die sog. Zweitmarktbörsen zwar möglich, jedoch nur dann, wenn auch ein Käufer gefunden werden kann. Je schlechter die wirtschaftliche Situation des Fonds ist, desto schwieriger ist es einen Kaufinteressenten zu finden. Teilweise werden Fondsanteile vom Verkauf auch ausgesetzt.

Wenn Sie einen vorzeitigen Ausstieg durch den Verkauf Ihrer Fondsanteile wünschen, können wir Sie selbstverständlich gerne dabei unterstützen. Kontaktieren Sie uns unverbindlich und kostenfrei.

 

  • Kündigung

Auch wenn der Verkauf Ihrer Fondsanteile nicht gelingen sollte, besteht die Möglichkeit sich vom Fonds zu lösen, im Rahmen einer Kündigung Ihrer Beteiligung. In den meisten Fällen ist die Fondslaufzeit auf mehrere Jahre vereinbart und eine vorzeitige Kündigung nicht vorgesehen. Meist besteht jedoch die Möglichkeit einer Kündigung aus wichtigem Grund. Zu diesen Gründen können – je nach Ausgestaltung des Gesellschaftsvertrags – langanhaltende Arbeitslosigkeit oder Krankheit zählen.

 Wenn Sie wissen möchten, ob in Ihrem Fall ein „wichtiger Kündigungsgrund“ vorliegt und Sie durch eine Kündigung aus dem Fonds aussteigen können, kontaktieren Sie uns unverbindlich und kostenfrei.

 

  • Verschwiegene Kick-Back Zahlungen

Ein zentraler Ansatzpunkt für einen vorzeitigen Fondsausstieg bietet die Verfolgung von Schadensersatzansprüchen gegen die beratende Bank bzw. das Beratungsinstitut. Wird eine falsche Beratung festgestellt, so ist der Anleger so zu stellen, wie er stehen würde, ohne die verlustreiche Beteiligung gezeichnet zu haben. Der Fonds wird also rückabgewickelt.

Die aktuelle höchstrichterliche Rechtsprechung (vgl. nur BGH, Az. XI ZR 510/07) bietet in der Aufklärungspflicht über geflossene Provisionen einen wichtigen Anknüpfungspunkt für die Falschberatung. Hiernach muss der Anlageberater alle Zuwendungen, die er für die Vermittlung des Fonds erhalten hat, dem Anleger gegenüber offen legen und zwar unabhängig von deren Höhe. Verschweigt der Berater, dass er Zuwendungen erhalten hat, liegt eine Falschberatung vor. Die Fondsbeteiligung kann rückabgewickelt werden.

Wenn auch Sie über die an den Berater geflossenen Provisionszahlungen nicht informiert wurden, bestehen sehr gute Chancen aus dem Fonds im Rahmen der Schadensersatzverfolgung auszusteigen. Wenn Sie weitere Informationen zum Vorgehen wünschen, kontaktieren Sie uns unverbindlich und kostenlos.

 

  • Mangelnde Risikoaufklärung

Sind Sie als Anleger in sonstiger Weise fehlerhaft beraten worden, so haben Sie ebenfalls einen Anspruch auf Schadensersatz und Rückabwicklung. Dabei nehmen Gerichte einen Beratungsfehler regelmäßig dann an, wenn der Berater nicht ordnungsgemäß über bestehende Risiken im Zusammenhang mit dem Fondsbeitritt aufgeklärt hat (BGH, XI ZR 191/10). Hierzu zählen u.a. das Risiko des Totalverlustes, der mangelnden Fungibilität sowie diverse Haftungsrisiken. Überdies gilt der Grundsatz: wollte der Anleger eine sichere Kapitalanlage, so durfte ihm eine geschlossene Fondsbeteiligung überhaupt nicht empfohlen werden (vgl. nur BGH WWW 2000, 1441). 

Wollten Sie kein Risiko eingehen oder wurden Sie nicht auf die real bestehenden Risiken hingewiesen, so ist der Ausstieg im Rahmen einer Schadensersatzgeltendmachung möglich. Wenn Sie mehr Informationen zum weiteren Vorgehen wünschen, kontaktieren Sie uns unverbindlich und kostenlos, gerne auch per E-Mail.

 

  • Haftung für Prospektfehler

Die Schadensverfolgung hat eine weitere Säule, welche wir als ganz wichtig erachten. Schadensersatz-  und Rückabwicklungsansprüche wegen Fehlerhaftigkeit des Prospekts können nämlich direkt gegen die Emittenten des Fonds gerichtet werden. Schließlich hat der Bundesgerichtshof mehrfach festgestellt, dass unklare oder unterlassene Angaben im Prospekt zu Schadensersatzansprüchen führen können (z.B. BGH, Az. II ZR 30/09).

 

Falls Sie nähere Informationen zu Ihren Ausstiegsmöglichkeiten von der auf das Bank- und Kapitalmarktrecht spezialisierten Kanzlei HOS Rechtsanwälte wünschen, kontaktieren Sie uns, gerne auch per E-Mail.

Unverbindliche und kostenfreie Erstprüfung!

Telefonischer Kontakt:

0711 / 9580 1250 

 

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