22. Aug 2018

Geschlossene Fonds: Wasserkraftfonds Aquila Capital HydropowerINVEST II - Southeast Europe

„Wasserkraft birgt als eine der bewährtesten Formen der Erneuerbaren Energien gewaltiges Potenzial für die Stromerzeugung der Gegenwart und Zukunft!“ – so wurden die Anleger des Fonds Aquila Capital HydropowerINVEST II - Southeast Europe umworben.

Die Sicherheit des Fonds wurde wie folgt angepriesen:

  • Etablierte Energieform: 2009 hatten Erneuerbare Energien einen Anteil von 19,9% an der gesamten Stromproduktion der EU. Mit rd. 60% stellt Wasserkraft hierbei den größten Anteil unter den Erneuerbaren Energieformen.
  • Zukunftsmarkt mit hervorragender Ausgangssituation: Starkes Bevölkerungs- und Wirtschaftswachstum in Osteuropa und in Zentralasien sorgen bis 2030 für einen erwarteten Anstieg des Strombedarfs um 90% in diesen Regionen.
  • Bewährte Technik mit bis zu 100-jähriger Lebensdauer/Betriebszeit.
  • Konservative Kalkulation: Sicherheitsabschlag bei der erzeugten Stromproduktion (Berücksichtigung einer niedrigeren Fallhöhe, Wassermenge und von niedrigerem Fassungsvermögen).

Bei einer Mindestbeteiligungssumme von 15.000,00 EUR zzgl. 5 % Agio versprach der Kurzprospekt Auszahlungen in Höhe von mindestens 8,25% p.a. durchschnittlich über die Fondslaufzeit. Der Gesamtrückfluss wurde mit rund 590 % nach 20 Jahren bzw. ca. 315% nach 10 Jahren prognostiziert.

Dass die rechtlichen Rahmenbedingungen in der Türkei längst nicht zuverlässig sind und auch die wirtschaftliche und infrastrukturelle Situation nicht mit entsprechenden Investitionen in Deutschland verglichen werden können, wurde dabei nicht erwähnt.

Auch aktuell entwickelt sich die politische Situation in der Türkei aus Investorenperspektive zunehmend ungünstig. So verwundert es fast kaum, dass der Fonds mit nur noch 4 % (!) des investierten Kapitals bei der Handelsplattform zweitmarkt.de gelistet ist (Stand 14.06.2018). Somit konnten die Bemühungen der Geschäftsführung durch "Kapitalerhöhung" oder "Verkauf der Wasserkraftgesellschaft" keine Minimierung des Schadens der Anleger herbeiführen.

Wir können Anlegern des Fonds nur raten, prüfen zu lassen, ob sie den Schaden nicht anderweitig geltend machen können. Denn lassen sich  Beratungsfehler feststellen, hat der betroffene Anleger in der Regel die folgenden Ansprüche:

  • Rückzahlung des eingezahlten Kapitals,
  • entgangenen Gewinn auf das in dem Fonds gebundene Kapital,
  • Freistellung von sämtlichen Schäden, die aus den Kapitalanlagen resultieren,
  • Freistellung von der Zahlungspflicht gemäß § 172 Abs.4 HGB,
  • Freistellung von wirtschaftlichen Schäden aus einer etwaigen Inanspruchnahme Dritter, 
  • Erstattung der außergerichtlichen Rechtsverfolgungskosten.

Gerne unterstützt Sie die Kanzlei HOS Rechtsanwälte bei den gebotenen rechtlichen Schritten. Der Erstkontakt ist kostenfrei und unverbindlich. 

Telefonischer Kontakt:

0711 / 9580 1250 

E-Mail: info@hos-recht.de

Als Ansprechpartner für Fragen rund um den geschlossenen Fonds Aquila Capital HydropowerINVEST II - Southeast Europe stehen Ihnen folgende Rechtsanwälte zur Verfügung:

 

 

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