17. Apr 2018

Kapitalmarkt: P&R Container - Bestandsaufnahme

In einer Pressemitteilung vom 17.04.2018 teilen die Insolvenzverwalter dreier P&R-Firmen die aktuelle Entwicklung im Rahmen der vorläufigen Insolvenz mit und erstellen eine erste Analyse des Insolvenzgrunds.

Dabei benennen die vorläufigen Insolvenzverwalter den Grund der Insolvenz wie folgt:

"...trotz fallender Weltmarktpreise in den Jahren 2012 bis 2016, vor allem in den Jahren 2016 und 2017 Container veräußert wurden, um die Mieten zu zahlen und Rückkäufe zu tätigen, mithin die hohen Rückzahlungen in diesen Jahren an die Anleger darzustellen. Auch in Folge dieser Entwicklung decken die heutigen Mieteinnahmen aus der Containerflotte die Verpflichtungen gegenüber den Anlegern nicht mehr, was zur Insolvenz führte.

Somit vewundert es auch nicht weiter, dass das zentrale Anliegen der Insolvenzverwalter die Fortsetzung der weltweiten Vermietung des Containerbestands ist, mit dem Ziel die daraus generierenden Mittelzuflüsse sicherzustellen.

Überdies seien vorläufige Gläubigerausschüsse bestellt worden, in denen Vertreter verschiedener Gruppen von Gläubigern der insolventen Firmen sitzen. Dabei stellen die Anleger die größte Gläubigergruppe dar. Nach ersten Erkenntnissen hat der Großteil der Anleger über mehrere Jahre – teilweise über Jahrzehnte – immer wieder bei den P&R Gesellschaften investiert, mitunter bereits in der dritten Generation. Mehr als 54,5 Prozent der insgesamt 51.000 Anleger sind heute über 60 Jahre alt, mehr als ein Drittel über 70 Jahre. Die meisten Kunden haben Verträge mit mehreren P&R-Gesellschaften abgeschlossen.

  • Die erste gute Nachricht für geschädigte Anleger lautet:

Es gibt aller Voraussicht nach keine Nachschusspflicht. „Nachschusspflichten gibt es für die von der Insolvenz der drei P&R Container-Verwaltungsgesellschaften betroffenen Anleger aller Voraussicht nach nicht“, sagen die Insolvenzverwalter. Voraussetzung dafür ist es, dass es  gelingt, den Containerbetrieb aufrechtzuerhalten.

  • Die zweite gute Nachricht lautet: 

Auch wenn Anlegern kein Zertifikat vorliegt, können sie etwaige Ansprüche im Insolvenzverfahren geltend machen. Dies ist um so wichtiger, als über 90 Prozent der Anleger kein Zertifikat angefordert haben und somit keins besitzen. 

  • Was ist zu tun?

Gehören Sie zu dem Kreis der geschädigten Gläubiger? Dann müssen Sie Ihre offenen Forderungen nach Eröffnung des Insolvenzverfahrens beim Insolvenzverwalter anmelden. Wichtig dabei ist es, den Zeitpunkt der Eröffnung des Insolvenzverfahrens nicht zu verpassen. 

In dem Beschluss, mit dem das Amtsgericht München das Insolvenzverfahren eröffnet, wird es eine Frist zur Anmeldung der Ansprüche setzen, üblicherweise beträgt diese einige Monate. Verpassen Sie die Frist zur Anmeldung zur Insolvenztabelle, können Ihr Ansprüche nicht mehr berücksichtigt werden. 

Beauftragen Sie daher schon heute die auf das Bank- und Kapitalmarktrecht spezialisierten Kanzlei HOS Rechtsanwälte mit der Überwachung der Fristen und der Anmeldung Ihrer Ansprüche zur Insolvenztabelle. Kontaktieren Sie uns hierfür einfach, gerne auch per E-Mail.

Telefonischer Kontakt:

0711 / 9580 1250 

E-Mail: info@hos-recht.de

Als Ansprechpartner für Fragen rund um das Thema Insolvenz P & R Container stehen Ihnen folgende Rechtsanwälte zur Verfügung

 

Weiter Informationen zur Eröffnung der vorläufigen P&R Insolvenz erhalten Sie hier. 

Weitere Informationen zur Insolvenz der P&R Container erhalten Sie hier.

Die Pressemitteilung vom 17.04.2018 können Sie kostenlos hier abrufen.