13. Feb 2017

Geschlossene Fonds: NORDCAPITAL Offshore Fonds 5 GmbH & Co. KG - der Fonds steht vor der Insolvenz

Dass der Fonds sich nicht wie prognostiziert entwickelt, hatte sich schon seit längerer Zeit gezeigt. Nun droht laut Geschäftsführung sogar akute Insolvenzgefahr. Sämtliche Anleger wurden in einem aktuellen Schreiben über die angespannte wirtschaftliche Situation informiert. Es ergebe sich kurzfristig ein erheblicher zusätzlicher Liquiditätsbedarf für die Schifffahrtsgesellschaft, der nicht aus den vorhandenen liquiden Mitteln gedeckt werden könnte. „Es besteht damit das Risiko der Zahlungsunfähigkeit und einer Insolvenz bereits Anfang 2016“, so die Geschäftsführung Ihren Anlegern gegenüber.

Um das Schlimmste zu vermeiden, sollten nun die Anleger über einen Vorratsbeschluss zum Verkauf des Schiffes abstimmen. Alternativ zum Verkauf führt die Geschäftsführung zwei weitere Möglichkeiten an:

Zum einen bestehe die Möglichkeit das Schiff im Rahmen eines Liquiditätssicherungskonzeptes weiter zu berteiben. Dies würde für die Anleger „signifikante“ finanzielle Beiträge als Eigenkapital oder Darlehen bedeuten. Im Ergebnis müssten die Anleger also weiteres Kapital nachschießen. Alternativ käme eine längerfristige Bareboat-Vercharterung des Schiffes, welche jedoch entsprechende steuerliche Auswirkungen für die Investoren mit bringen würde, in Frage.

Klar ist, dass der Fonds vordergründig Zeit gewinnen will, um weitere Gespräche mit Banken führen zu können. Ob diese Gespräche zur Abwendung der Insolvenz führen können oder werden, ist jedoch ungewiss.

Unter diesen Vorzeichen kann Anlegern nur dringend geraten werden, einen auf das Kapitalmarktrecht spezialisierten Anwalt zu kontaktieren. Sicherlich verbietet sich eine pauschale Aussage, dennoch ist höchste Vorsicht geboten, sollten Sie mit dem Gedanken spielen, in den schwächelnden Fonds weiteres Geld zu investieren, wie es ein Liquiditätssicherungskonzept vorsehen würde. Vielmehr sollten sich Anleger darüber informieren, welche Ausstiegsmöglichkeiten bestehen. Hier kommt sowohl das Vorgehen gegen das Beratungsinstitut, falls Ihnen die bestehenden Risiken nicht dargestellt oder heruntergespielt wurden; als auch das Vorgehen gegen die Gründungsgesellschafter als Prospektverantwortliche. Der offizielle Emissionsprospekt vom 31.08.2009 trifft nämlich in seinen Darstellungen über „überdurchschnittliches Ertragspotenzial im dynamisch wachsenden Offshore-Markt“ offensichtlich eine unzutreffenden Markteinschätzung und ist damit irreführend.

 

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