05. Aug 2015

Offene Immobilienfonds – BGH entscheidet für Anleger

Banken sind grundsätzlich schadenersatzpflichtig, wenn sie ihren Kunden die Gefahren von offenen Immobilienfonds, insbesondere das sog. Schließungsrisiko, verschwiegen. Dies entschied der BGH am 29.04.2014 in zwei parallel gelagerten Verfahren. Anleger können jetzt auf Erstattungen hoffen.

In den vor dem BGH verhandelten Verfahren, verlangten die gegen die Commerzbank klagenden Anleger mehrere Tausend Euro Schadenersatz, weil sie beim Erwerb von Anteilen an einem offenen Immobilienfonds nicht über das bestehende Schließungsrisiko aufgeklärt wurden. Die Fondsgesellschaft hatte in der Finanzkrise die Rücknahme der Anteile ausgesetzt.

Während die Vorinstanzen sich uneins waren, entschied der BGH eindeutig: Banken müssen Schadenersatz zahlen, wenn sie bei Beratungen zu offenen Immobilienfonds verschweigen, dass die Fonds in Notfällen zeitweise geschlossen werden können und Anleger ihr Geld dann nicht zurückbekommen. Diese Beratungspflicht gilt auch für Verträge, die bereits vor der Finanzkrise von 2008 geschlossen wurden (BGH, Urteil vom 29.04.2014, Az. XI ZR 477/12).

Die BGH Entscheidung stellt für die beklagte Commerzbank eine Niederlage dar und bedeutet zugleich für viele geschädigte Anleger berechtigte Hoffnung.

Wenn auch Sie nicht auf das Schließungsrisiko im Vorfeld des Kaufs von offenen Immobilienfonds hingewiesen wurden, kontaktieren Sie uns uns unverbindlich und kostenlos, gerne auch per E-Mail.

 

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