04. Jan 2015

Bankrecht: Schrottimmobilien

Der Ausdruck ´Schrottimmobilie´ ist vielen Leuten ein Begriff. Aber was genau steckt dahinter? Seit vielen Jahren wurde der Erwerb von nahezu vollständig fremdfinanzierten Immobilien als Steuersparmodell beworben. Dabei sollten die garantierten Mieteinnahmen sowie die hohen Steuerersparnisse das Modell praktisch selbst tragen. Zahlreiche Anleger glaubten den Versprechen der Anlageberater und investierten nicht selten Beträge in sechsstelliger Höhe, welche nun nahezu vollständig verloren sind.

Wie kommt das?

Die aufgestellten Prognosen trafen in den meisten Fällen nicht ein. So konnten die erhofften Mieteinnahmen zumindest nicht in der vorhergesagten Höhe erwirtschaftet werden. Auch blieb die in Aussicht gestellte Wertsteigerung der Immobilie selbst in den meisten Fällen aus. Nur verständlich, dass sich viele Anleger bei ihren Anlageberatern schadlos halten wollten. In den daraufhin anhängig gemachten Prozessen etablierte der Bundesgerichtshof die Bezeichnung ´Schrottimmobilie´ (u.a. BGH, Urteil vom 26.02.2008, XI ZR 74/06), welche sicherlich auch deshalb geläufig geworden ist.

Anknüpfungspunkte für die Geltendmachung von Schadensersatz sind in diesen Fällen meist vielschichtig. So war der Treuhänder, der für die Investoren die Finanzierungsdarlehen abschloss, oft nicht ausreichend bevollmächtigt. Ein weiterer Anknüpfungspunkt ist die unterbliebene Aufklärung der Investoren über das bestehende Widerrufsrecht. In beiden Fällen können Ihnen Schadensersatzansprüche und / oder Rückabwicklungsansprüche zustehen.

Haben Sie noch Fragen oder möchten Sie sich anwaltlich beraten lassen? Gerne unterstützt Sie die auf das Bank- und Kapitalmarktrecht spezialisierte Kanzlei HOS Rechtsanwälte bei den gebotenen rechtlichen Schritten – der Erstkontakt ist (anders als bei vielen anderen Rechtsanwaltskanzleien) kostenlos und unverbindlich.

 

Vereinbaren Sie einfach einen Termin mit uns, gerne auch per E-Mail

Telefonischer Kontakt:

0711 / 9580 1250