20. Jan 2016

Bankrecht: Stiftung Warentest stellte wiederholt gravierende Beratungsmängel bei verschiedenen Bankhäusern in Deutschland fest

Bereits im Jahre 2010 gab es eine Studie zur Beratungsleistung bei verschiedenen Beratungsinstituten in Deutschland, welche den Banken damals insgesamt – im Jahre 2010 – eine überwiegend schlechte Beratung attestierte.

Nun hat Stiftung Warentest erneut eine Überprüfung der Bankhäuser durchführen lassen, um die durchschnittliche Qualität der Anlageberatung in Deutschland einschätzen zu können. Das Ergebnis heute: Die Beratungsqualität hat sich im Vergleich zum ersten Test verbessert, dennoch sei, so das Ergebnis der Prüfer, „noch viel Luft nach oben“.

Von 23 getesteten Geldhäusern erhielten gerade einmal drei die Note „gut“; 13 Kreditinstitute wurden mit „befriedigend“ eingestuft und fünf mit der Note „ausreichend“. Zwei der 23 Banken bekamen sogar die Note „mangelhaft“ zugesprochen.

Als grundsätzliches Problem wurde erkannt, dass viele Berater der verschiedenen Geldhäuser Geldanlagen angeboten haben, die nicht zum Kunden passten. Und das, obwohl die meisten Banken die Kunden zuvor nach dem konkreten Anlageziel, der gewünschten Laufzeit der Anlage und nach ihrer Risikobereitschaft gefragt hatten.

Insgesamt kritisierte Stiftung Warentest, dass viele der angebotenen Produkte zu riskant gewesen seien. In mehreren vergleichbaren Fällen war das angelegte Geld nicht rechtzeitig verfügbar, obwohl u. a. auch dieser Wunsch vom Anleger geäußert worden ist. Zudem wurden häufig auch unpassende Produkte wie z. B. ungeeignete Bausparverträge, undurchschaubare Anlagezertifikate oder nicht zum Anlageziel passende Rentenversicherungen von den Bankberatern empfohlen.

Die Tester benennen als einen wesentlichen Grund für die groben Beratungsfehler u. a. die Anreizsysteme der Institute: Die Berater empfehlen demnach tendenziell gerne hauseigene Fonds oder Versicherungen oder Anlageformen, für die die Bank hohe Provisionen erhält.

 

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